Wie die Gehaltsumwandlung funktioniert und was sich auf dem Lohnzettel ändert
Alles zur Gehaltsumwandlung beim E-Auto: So sparst du Steuern und Sozialabgaben, verstehst den Effekt auf dein Nettogehalt und beachtest die Folgen für Elterngeld, Krankengeld sowie Rentenansprüche.
Wie funktioniert das EV-Gehaltsumwandlungsmodell genau?
Bei der Gehaltsumwandlung (auch Salary Sacrifice genannt) verzichtest du auf einen festen Teil deines monatlichen Bruttogehalts. Im Gegenzug stellt dir dein Arbeitgeber ein neues, vollversichertes Elektroauto für deine individuelle Mobilität zur Verfügung.
Rechtlich gesehen handelt es sich dabei um eine formelle Ergänzung deines Arbeitsvertrags für die vereinbarte Laufzeit ( 24, 36 oder 48 Monate).
Was ändert sich auf meiner Gehaltsabrechnung?
Durch die Gehaltsumwandlung verändern sich dein Brutto- und Nettogehalt sowie deine Steuerabzüge:
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Niedrigeres Bruttogehalt: Dein steuerpflichtiges Bruttogehalt verringert sich jeden Monat um den vereinbarten Umwandlungsbetrag.
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Ersparnis bei Steuern und Abgaben: Da dein Bruttogehalt sinkt, zahlst du weniger Lohnsteuer (ggfs. inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) sowie geringere Sozialversicherungsbeiträge.
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Besteuerung des geldwerten Vorteils (0,25 %-Regel): Die Überlassung des Fahrzeug zur langfristigen Nutzung gilt als steuerpflichtiger Vorteil. Da es sich jedoch um ein reines E-Auto (BEV) handelt, wirst du nach aktueller Lage staatlich stark begünstigt:
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Bei Fahrzeugen bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 € versteuerst du monatlich pauschal nur 0,25 % des Bruttolistenpreises (zzgl. 0,03 % pro km für den Weg zwischen Wohnort und erster Arbeitsstätte).
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Effekt auf dein Nettogehalt: Dein Nettogehalt verringert sich zwar, aber durch die Steuer- und Abgabenersparnis fällt dieser Abzug deutlich geringer aus als die tatsächliche Leasingrate – du fährst das Auto also spürbar günstiger als bei einem privaten Leasing.
Welche weiteren Auswirkungen sollte ich kennen?
Da sich dein Bruttogehalt offiziell verringert, kann dies Einfluss auf andere gehaltsabhängige Ansprüche haben:
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Staatliche Lohnersatzleistungen: Ein geringeres Bruttogehalt kann dazu führen, dass spätere beitragsabhängige Leistungen wie Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Mutterschaftsgeld etwas niedriger ausfallen.
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Elterngeld: Die Nutzung eines Firmenwagens und die Gehaltsumwandlung während des Elterngeldbezugs können die Höhe des Elterngeldes beeinflussen.
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Rentenansprüche: Liegt dein Gehalt nach der Umwandlung unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, verringern sich deine Rentenpunkte für diesen Zeitraum geringfügig. (Liegt dein Gehalt auch nach der Umwandlung über der Grenze, hat es keine Auswirkungen).
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Krankenversicherung (PKV): Wenn dein Bruttogehalt durch die Umwandlung unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) fällt, kann dies dazu führen, dass du die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung verlierst.
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Mindestlohn & Pfändungsschutz: Eine Teilnahme am Programm ist nur möglich, wenn dein Restgehalt nach der Umwandlung nicht den gesetzlichen Mindestlohn und die gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen unterschreitet.